Als die Welt stillstand: Galileo Galilei - verraten, by Atle Naess

By Atle Naess

Die preisgekr?nte Biographie des norwegische Schriftstellers Atle N?ss f?hrt den Leser auf eine fesselnde Reise durch die H?hen und Tiefen des Lebens einer der schillerndsten Pers?nlichkeiten der europ?ischen Wissenschaftsgeschichte - Galileo Galilei. Mit feinsinniger Empathie entwickelt Naess das Portrait eines Mannes, der sich selbst durch die Zw?nge der r?mischen Inquisition nicht von seinen wegweisenden Forschungen abbringen lie?. Aus den Rezensionen der norwegischen Ausgabe: "Mit umfassender Kenntnis und sicherem Erz?hlstil hebt N?ss die epochemachenden Arbeiten hervor, die die Grundlage der modernen experimentellen Naturwissenschaften bilden. Er packt all die vielen Stationen [Galileis] Lebens in ein sehr lesenswertes Buch, das in vielerlei Hinsicht hervorsticht." according to Anders Madsen, Aftenposten Morgen "Diese Biographie stellt eine faszinierende kulturhistorische Studie dar und ist daher nicht nur f?r Leser mit Interesse an Naturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte geeignet. Sie kann auch hervorragend als Roman gelesen werden." Atle Abelsen, Teknisk Ukeblad

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Ein neuer Stern an einem unveränderlichen Himmel? Im Oktober 1604 zeigte sich plötzlich ein ganz neuer Stern im Sternbild Serpentarius, der Schlange. Der Stern wurde in ganz Europa beobachtet und erregte große Aufmerksamkeit. Die Menschen der damaligen Zeit waren geradezu besessen davon, Zeichen zu deuten, ob am Himmel oder anderswo. Meistens wurde der Stern natürlich als schlechtes Omen empfunden, denn die Menschen waren Krieg, Krankheit und schlechte Erntejahre gewohnt. Neue Sterne am Himmel waren kein gänzlich unbekanntes Phänomen.

Der Hof brauchte offenbar vielerlei Arten von Sachverstand, und einzelne „Darbietungen“ waren so großartig und anspruchsvoll, dass sie Experten für angewandte Technik und Physik erforderten. Doch wahrscheinlich verfolgte er über seine Quellen vor allem, wie es Großherzog Ferdinandos ältestem Sohn, Prinz Cosimo, erging, in den er große Hoffnungen setzte. 1601 erhielt Galilei einen Brief von einem Freund und Kollegen in Pisa, Professor Mercuriale, der auch Arzt der Familie Medici war. Als freundlichen Hinweis an einen begabten Florentiner im Exil schrieb Mercuriale an Galilei: Der junge Prinz sollte schließlich einmal den großherzoglichen Thron übernehmen – und brauchte er bis dahin nicht einen fähigen Mathematiklehrer?

Doch weder die Griffbrettbänder noch das taktfeste Singen waren wirklich geeignet. Die Bänder störten die gleichmäßige Bewegung der Kugeln, und das Singen war doch etwas unpraktisch und ungenau. Galilei arbeitete daran, die Rinne, in der die Kugeln rollen sollten, so gerade und glatt wie möglich zu machen. Zudem kam er auf den Gedanken, die Zeit mit einer Art Wasseruhr zu messen: Er ließ ganz einfach Wasser aus einem Behälter durch ein dünnes Rohr in einen anderen fließen. Solange das Wasser gleichmäßig durch das Rohr floss, konnte er nachher die Wassermenge, die sich im Behälter befand, wiegen und hatte damit ein Maß für die Zeitdauer.

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