Betriebswirtschaftslehre: Systeme, Entscheidungen, Methoden by Werner Kirsch

By Werner Kirsch

Das vorliegende Arbeitsbuch hat die Aufgabe, den Zugang zum entscheidungs-und systemorientierten Ansatz der Betriebswirtschaftslehre zu erleichtern. Dieser An satz betrachtet die Betriebswirtschaften, ihre Teile und ihre Umwelt als komplexe Systeme und stellt die Entscheidungsprozesse zur Gestaltung und Fiihrung der be triebswirtschaftlich relevanten Systeme in den Mittelpunkt des Interesses. Die Be triebswirtschaftslehre versteht sich dabei als angewandte oder praktisch-normative Wissenschaft. Es geht ihr nicht nur urn die Beschreibung und Erklarung dieser Ent scheidungsprozesse. Ziel der wissenschaftlichen Bemiihungen ist es, die Entschei dungsprozesse der Menschen und der betrieblichen Praxis zu unterstiitzen und zu einer "Verbesserung" dieser Entscheidungsprozesse beizutragen. Die Betriebswirt schaftslehre versucht dies, indem sie zum einen systematisches Wissen iiber die be triebswirtschaftlich relevanten Systeme zusammentragt, begrifflich-theoretische Bezugsrahmen zur Integration dieses Wissens erarbeitet und Modelle bzw. Theo rien entwickelt, die eine Erklarung bzw. Prognose der Entwicklung und des Ver haltens der interessierenden Systeme ermoglichen. Zum anderen entwickelt die Betriebswirtschaftslehre aber auch Methoden und Systemkonzeptionen zur Unter stiitzung betriebswirtschaftlicher Entscheidungsprozesse, mit deren Hilfe das Wissen iiber die relevanten Systeme fUr eine "Verbesserung" dieser Prozesse nutzbar ge macht werden kann. Bei der Betrachtung der betriebswirtschaftlich relevanten Systeme und Entschei dungen nimmt die Betriebswirtschaftslehre auf Ergebnisse und Konzeptionen ihrer Nachbardisziplinen Bezug. Neben der Nationalokonomie gewinnen hier in jiingster Zeit immer mehr die Verhaltenswissenschaften wie Psychologie, Soziologie, Poli tikwissenschaft usw. sowie die "Interdisziplinen" wie Systemtheorie, Kybernetik, Informations-und Kommunikationstheorie u. a. an Be

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Kein Fiihrender kann allen Forderungen gerecht werden. Stets sind Entscheidungen zu treffen, die in einem gewissen Widerspruch zu den Werten und Praferenzen eines mehr oder weniger groBen Kreises Betroffener stehen. Der Fiihrende benotigt Macht, die Entscheidungen durchzusetzen, und er muB die Fahigkeit besitzen, diese Macht effizient auszuiiben. Denn die Machtressourcen, auf den en die Machtausiibung griindet, sind "knapp". (Vgl. BL, S. 65, S. 368; EP III, S. ) Oberwindung von Widerstanden "knappe« Machtressourcen Warum muft ein Fuhrer die Fahigkeit besitzen, Unterstutzung zu sichern und zu mobilisieren?

BL, S. 119; EP III, S. ) Unterstutzung fur bestimmte Entscheidungen Unterstutzung unabhangig von konkreten Entscheidungen Identifikation mit den Kernorganen Glaube an Legitimitat Normalerweise sind es vor allem die Trager des politischen Systems, auf deren Unterstlitzung es ankommt. Was versteht man unter Tragern des politischen Systems? Als Trager eines politischen Systems sind jene Personen oder Organisationen der Umwelt des politischen Systems anzusehen, denen aufgrund der Verfassung das Recht zusteht, die Kernorgane dieses politischen Systems zu besetzen.

Dabei ist zu beachten, daB es offentliche Giiter fiir die gesamte Gesellschaft (z. B. die Landesverteidigung), aber auch fUr einzelne Gruppen innerhalb der Gesellschaft gibt. (Vgl. BL, S. ) Unmoglichkeit des Ausschlusses vomKonsum Aus welchen Grunden ist das AusschlufJprinzip in vielen Fallen nicht realisiert? Die Tatsache, daB das AusschluBprinzip nicht gilt, kann technisch bedingt sein. DaB in den meisten Fallen auf eine Durchsetzung des AusschluBprinzips verzichtet wird, ist eine politische Entscheidung, die durch okonomische, soziale und ethische Gesichtspunkte gepragt ist.

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